
Kleine Gärten ganz groß
Wer würde beim Studium von Gartenzeitschriften oder -büchern nicht ins Schwärmen geraten? Bilder von traumhaften Beeten, reizvollen Solitärpflanzen, raffiniert geschnittenen Formgehölzen oder Badeteichen wecken beim Leser den Wunsch, die abgebildeten Gestaltungsideen im eigenen Garten umzusetzen.
Doch nach dem Blick in den eigenen Garten kommt meist die Ernüchterung. Denn die in den Zeitschriften abgebildeten Gärten sind nicht nur sehr gelungen, sondern auch sehr groß. Die meisten Gartenbesitzer haben aber nicht weite Flure vor der Terrassentür liegen, sondern nennen nur ein kleines Stückchen Grün ihr Eigen.
Terrassenbeläge mit Bedacht wählen Doch auch kleine Gärten können ein großes Paradies werden, weiß die Garten-Designerin Christiane von Burkersroda. Besonders schön findet sie es, wenn der Garten als Erweiterung des Wohnraums gestaltet wird. Dieser Eindruck kann verstärkt werden, wenn zum Beispiel die Bodenbeläge des Innenraums im Außenbereich fortgesetzt werden. Ist dies nicht möglich, sollte man möglichst kleinformatige Platten oder schmale Bretter im Falle einer Holzterrasse wählen.
Ein Thema setzt Akzente Aber auch viele andere Kniffe tragen dazu bei, damit kleine Gärten größer erscheinen. Doch ein wahlloser Griff in die Trickkiste der Gartengestaltung hilft nicht. „Bei kleinen Gärten muss am Anfang einer Neu- oder Umgestaltung eine sorgfältige Planung stehen. Denn das Prinzip „Weniger ist mehr“ gilt zwar für jedes gelungene Design, besonders aber für kleine Gärten. Jeder Gartenbesitzer sollte sich daher auf ein Thema oder eine einzige Stilrichtung festlegen.“, empfiehlt die Expertin für Gartengestaltung.
Abwechslung durch verschiedene Elemente Kleine Gärten erscheinen größer, wenn der Blick entlang der größtmöglichen Achse geführt wird. Dafür am besten eine besondere Pflanze oder ein Kunstobjekt so platzieren, dass die Aufmerksamkeit vom Sitzplatz oder der Terrasse dorthin gelenkt wird. Die Anordnung von Beeten und Sträuchern in diagonaler Richtung verstärkt auch den Effekt größerer Weite, wie der nebenstehende Plan zeigt. Ebenso ist es sinnvoll die drei Dimensionen des Gartens auszunutzen. Hochbeete, abgesenkte Terrassen oder ein erhöhtes Wasserbecken schaffen neue Erlebnisräume und erzeugen ein Gefühl von mehr Raum. Statt Rasen sorgt auch ein Mix aus Pflanzbeeten und befestigten Flächen für Abwechslung. Die glitzernde Oberfläche eines Wasserbeckens, in der sich Bäume und Sträucher spiegeln, bringt ebenfalls optische Weite in kleine Gärten.
Pflanzen Die meisten Menschen wünschen sich einen Garten, um sich an Pflanzen und Blumen zu erfreuen. Doch wer wenig Platz hat, sollte seine Pflanzen sorgfältig auswählen und sich nicht zu spontanen Käufen hinreisen lassen. Besonders die Farbwahl ist wichtig. Besitzer kleiner Gärten pflanzen am besten Blumen und Stauden, die in kühlen Farben blühen, rät Christiane von Burkersroda. Denn kühle Farben treten zurück und lassen den Raum größer erscheinen. Aber auch die Größe der Pflanzen muss berücksichtigt werden. Zu große Pflanzen führen in zu kleinen Gärten zu einer erdrückenden Wirkung. Wachsen zu viele kleine Pflanzen in den Beeten entsteht häufig ein unruhiger Eindruck, auch wenn der Garten insgesamt größer wirkt. Daher ist es wichtig, die Proportionen von Haus und Garten zu berücksichtigen.
Die Gartendesignerin Christiane von Burkersroda unterstützt Sie gerne bei der Planung Ihres Gartens:
Christiane von Burkersroda Meraner Straße 11 D-81547 München Telefon: 0170 / 477 02 36 Fax: 0180 / 50 60 33 68 42 57 E-Mail: cvb@cvb-gartendesign.de
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