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Rhododendron

Seit mehr als 300 Jahren sind Rhododendren in Europa bekannt. Als Gartenpflanze sind sie sehr beliebt. Im Mai blühen sie wunderschön. Aber auch das übrige Jahr können sie sich sehen lassen. Denn die meisten Rhododendron-Arten sind immergrün, so dass sie auch im Winter den Garten mit ihrem grünen Laub zieren und einen wirksamen Sichtschutz bieten.

 

Die Gattung Rhododendron gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Weltweit gibt es insgesamt etwa 1300 Arten. In Deutschland einheimisch sind der Rhododendron hirsutum, der Rhododendrum ferrugineum und der Rhododendrum palustre ssp. palustre. Daneben kommen in Europa kommen weitere sieben Arten vor. Am meisten verbreitet sind Rhododendren in Asien. Dort finden sich 525 Arten. Aber in den Küstenbereichen der USA und in den Rocky Mountains sind etwa 25 Arten der Blütengehölze zu Hause.

 

Arten

Botanisch werden Rhododendrenarten nach ihren Blatt- und Blüten-Merkmalen mehreren Untergruppen zugeordnet. Für den Hobbygärtner ist eine Einteilung in großblumige Großsträucher und kleinblumigere Kleinsträucher meist ausreichend. Wichtig beim Kauf eines Rhododendron-Strauches ist es, ob man lieber früh oder spät blühende Pflanzen wünscht. Schön ist auch eine Kombination früh- und spät blühender Arten in einer Gruppe, so dass man den Blütenschmuck über einen längeren Zeitraum genießen kann.

Übrigens gehören Rhododendren und Azaleen zu derselben Gattung der Rhododendron. Werfen sie ihr Laub im Herbst ab, so werden sie zu den Azaleen gezählt, sind sie Immergrüne nennt man sie Rhododendren. Eine Ausnahme bilden einige halb-immergrüne Rhododendron-Arten, die wegen ihrer zierlicheren Wuchsform und der kleineren Blätter auch als Azaleen bezeichnet werden, zum Beispiel die frostempfindlichen Zimmerazaleen oder Topfazaleen

 

Standort und Pflege

Allgemein gesagt wachsen die großblumigen Arten stärker und höher als die mit kleinen Blüten, bei denen es sich meist um kriechende oder zwergwüchsige Arten handelt. Bei den ersteren handelt es sich um Waldpflanzen, die sich unter dem Schirm großer Bäume am wohlsten fühlen und sich im Waldhumus üppig entwickeln. Die kleinblütigen Arten gehören zur Zwerggehölzformation der Hochgebirge. Sie benötigen lediglich eine geringe Humusschicht, leiden aber unter Staunässe.

Unsere heimischen Rhododendren wurzeln relativ flach. Sie werden durchschnittlich 1,20 Meter hoch, können aber unter guten Bedingungen auch viel stärker wachsen. Sie bevorzugen saure Böden, geben sich aber auch mit begrenzt kalkhaltiger Erde zufrieden.

 


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