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Engelstrompete – Trompetenbaum

In voller Blüte stehen jetzt die Engelstrompeten. Dicht an dicht hängen die langen Blüten an den dekorativen Sträuchern mit den großen Blätter.

Alles ist üppig an dieser wohl beliebtesten Kübelpflanze. Die Blätter erreichen die stattliche Größe von bis zu 40 Zentimetern. Die Blüten werden bis zu 30 Zentimeter groß und erinnern mit ihrer Form an kleine Trompeten, die an den Baum geheftet wurden. An lauen Sommerabenden verströmen die Blüten verschwenderisch ihren Duft – ein Genuss für Augen und Nase. Ältere Pflanzen werden im Lauf der Jahre zu meterhohen Büschen.

 

Botanische Informationen

Die Engelstrompete, oder auch Trompetenbaum genannt, heißt botanisch Brugmansia und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse Solanaceae. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten, die sich in der Form der Blätter und der Farbe der Blüten - weiß, orange, rot, rosa oder gelb - unterscheiden. Ferner gibt es gefüllte und nicht gefüllte Arten.

Ursprünglich stammen die Engelstrompeten aus Mittel- und Südamerika, vor allem aus Peru und Chile, wo sie wild wachsen. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat die dekorative Kübelpflanze Einzug in europäische Gärten gehalten.

 

Pflege

Engelstrompeten sind robuste Zierpflanzen. Sie bevorzugen einen halbschattigen Standort. Besonders gut gedeihen sie, wenn sie vor einer Hauswand stehen. Die Wand gibt nachts die gespeicherte Wärme ab, tagsüber schützt sie vor Wind. Engelstrompeten benötigen viel Wasser, an heißen Tagen kann es sogar nötig sein, zweimal zu wässern. Staunässe muss aber auf jeden Fall vermieden werden. Die Pflanzen daher erst dann ausgiebig gießen, wenn der Wurzelballen abgetrocknet ist. Doch nicht nur der Wasserbedarf dieser Kübelpflanze ist groß, sondern auch der Hunger nach Nährstoffen. Um mit zahlreichen Blüten verwöhnt zu werden, ist es daher notwendig, drei Mal in der Woche zu düngen. Ab Mitte August sollte man das Düngen einschränken, da sich dann die Pflanze schon auf die „Winterzeit“ vorbereitet.

 

Überwintern

Engelstrompeten sind nicht winterhart. Im Herbst, vor den ersten Nachtfrösten müssen sie in ein frostfreies Winterquartier umziehen, das sie erst nach den Eisheiligen im Mai verlassen dürfen. Es ist nicht nötig, die Pflanze zurück zuschneiden. Aus Platzgründen werden die meisten Besitzer dieser großen Pflanzen aber doch zur Schere greifen. Wichtig ist es nicht in den Wachstumsbereich der Pflanze zu schneiden, da im nächsten Jahr die Blüten sonst viel später erscheinen werden. Dieser geht bis zur ersten Y-förmigen Verzweigung der Pflanze. Dort sind auch die Blätter noch kleiner als in dem oberen Bereich der Pflanze, dem so genannten Blühbereich.

Natürlich können Engelstrompeten auch im frostfreien Wintergarten überwintert werden. Dann brauchen die Pflanzen allerdings regelmäßige Düngergaben.

 

Vermehren

Der Trompetenbaum kann sehr leicht durch Stecklinge vermehrt werden. Einfach Pflanztriebe ohne Blütenansatz abschneiden und in ein Sand-Erde-Gemisch stecken. Feucht halten, bis die Pflanzen Wurzeln entwickelt haben. Die kleinen Pflanzen dann in einen Topf pflanzen und wie die Mutterpflanze pflegen.

 

Vorsicht Gift!

Alle Teile der Engelstrompete sind giftig! Wenn kleine Kinder im Haus leben, sollte daher lieber auf eine Engelstrompete verzichten.

 

 

Tipp: Das Überwintern von Kübelpflanzen ist oft sehr mühsam. Gerade das Schleppen der schweren Blumentöpfe in den Keller ist sehr lästig. Hier hilft ein Trick: Ab einem Erdvolumen von etwa 20 Litern den Wurzelballen der Engelstrompete in einen großen Jute- oder Kartoffelsack geben und in einen großen Topf oder auch ins Beet pflanzen. Im Herbst dann die Wurzeln, die aus dem Sack herausgewachsen sind abschneiden. Den Wurzelballen dann in einen Topf oder eine feste Plastiktüte geben und während des Winters nur mäßig feucht halten. Statt eines Jutesacks kann der Wurzelballen auch im circa 20 – Liter großen Plastiktopf bleiben, in dem man in zwei Reihen circa 5 Zentimeter große Löcher bohrt.

 


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