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Federmohn - dekorativ und pflegeleicht

Kennen Sie Federmohn oder botanisch Macelaya? Die meisten werden jetzt an zarte, leichte Mohnblüten denken – und sich gründlich irren. Denn die Staude zählt zwar zur Familie der Mohngewächse und hat wechselständige Laubblätter, die wie alle Pflanzen der Mohngewächse Milchsaft enthalten. Doch damit haben sich die Gemeinsamkeiten, die der normale Hobbygärtner wahrnimmt, auch schon erschöpft.

 

Dekorative Blattstaude

So setzt der Federmohn keine farbigen Akzente im Blumenbeet, sondern bringt nur kleine, weiße bis fleischfarbige Blüten hervor. Doch dafür protzt die Staude mit großen tiefgelappten, mehr als handtellergroßen Blättern und ihrer imposanten Größe. Über zwei Meter hoch wird die Pflanze, die im Frühjahr noch harmlos ihren kleinen, bleichen Kopf aus dem Boden streckt. Ihre dekorativen, grau-grünen Blätter halten neugierige Blicke fern oder sind eine aparte Hintergrundpflanze im Staudenbeet.

 

Aber auch solitär gepflanzt, oder besonders schön in Kombination mit anderen großen Stauden wie zum Beispiel Stockrosen, Malven oder Fackellilien, zieht der Federmohn die Blicke auf sich.

Doch wer sich jetzt in die aparte Staude verliebt, soll auch die weniger guten Eigenschaften kennen lernen. Federmohn ist äußerst Besitz ergreifend. Seine Kollegen im Beet drängt er gerne und erfolgreich an den Rand oder gar aus dem Beet, wenn seinen starkwüchsigen Ausläufern kein Einhalt mit dem Spaten geboten wird. Auch ist er treu und lässt sich nicht mehr aus dem Garten vertreiben. Aus fast jedem Wurzelstückchen wächst wieder eine prächtige Staude – mit kräftigen Ausläufern, die wiederum neue Pflanzen hervorbringen.

 

 

Pflege

Federmohn ist also die ideale Pflanze für Dschungelliebhaber, Liebhaber üppigen Wachstums und Menschen mit wenig Lust auf Gartenarbeit. Denn die Pflege ist sehr einfach und beschränkt sich auf das Abschneiden der Staude im Herbst. Mit Humus lässt sich die Wuchsfreude noch etwas steigern. Auch bei den Standortbedingungen ist die Staude sehr anspruchslos und gibt sich mit nahezu allen Lagen zufrieden. Besonders gut gedeiht er an sonnigen oder halbschattigen Plätzen. Gefällt ihr der Standort nicht, wächst die Pflanze etwas schütterer und kleiner – aufgeben wird sie aber nicht.

 

 

Vermehrung und sonstige Verwendung

Bei dieser wuchsfreudigen Pflanze kann man sich Freunden, Verwandten, Bekannten und Nachbarn großzügig zeigen: einfach ein oder mehr Ausläufer ausstechen und verteilen. Das Wurzelstück nur einpflanzen und etwas gießen – mehr Aufwand ist nicht nötig! Federmohn ist übrigens giftig! Dies sollen sich die Gärtner in Japan und China, der Heimat dieser Pflanze, zu Nutze machen und eine Federmohnjauche ansetzen. Diese wirkt angeblich als Spritzmittel gegen Ungeziefer.

 

 

Tipp: Auch in kleineren Gärten lässt sich der Federmohn kultivieren: in großen Trögen oder Containern einpflanzen, um das Wuchern zu unterbinden.

 


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