
Wasserhyazynthen - Schwimmende Schönheiten
Schwimmende Teichpflanzen sind ideal für spontane Gärtner: Falls im Teich zu wenig grünt, reicht es, eine Schwimmpflanze ins Wasser zu werfen. Einpflanzen ist nicht nötig, die Pflanze versorgt sich über die im Wasser hängenden Wurzeln und benötigt keine Erde.
Reduziert Algenwachstum Zu den beliebtesten und dekorativsten Schwimmpflanzen gehört die Wasserhyazinthe, mit botanischem Namen Eichhornia crassipes. Ihre Blätter wachsen in der Form einer Rosette. Ihre Blattstiele weiten sich zu runden Kugeln und sind der Schwimmkörper für die Pflanze. Die Wasserhyazinthe ist jedoch nicht nur dekorativ, sondern auch nützlich. Denn sie braucht viele Nährstoffe und reduziert dadurch den Nährstoffgehalt und damit das Algenwachstum in Gartenteichen. Gerade für Teiche mit Fischen ein idealer Nährstoffreduzierer!
Pflege und Blüte Wasserhyazinthen blühen wunderschön. In unseren Breiten wachsen die zartlila Blüten allerdings nur selten und meist nur bei Pflanzen, die im Gewächshaus überwintert haben. Denn die ursprünglich aus Südamerika stammenden Pflanzen lieben es warm. Am besten gedeihen sie an sonnigen Plätzen und bei Wassertemperaturen um die 20 Grad. Kaltes Wetter ist nicht ihre Sache, und beim ersten Frost erfrieren sie, falls man sie zuvor nicht ins Haus geholt hat.
Und wuchert und wuchert... Einerseits ist es schade, wenn die hübschen schwimmenden Kugel-Rosetten mit den runden Blättern erfrieren. Andererseits werden deutsche Gartenteichbesitzer nicht mit den Nachteilen dieser aparten Pflanze konfrontiert. Denn bei guten Wachstumsbedingungen wuchert die Pflanze in rasanter Geschwindigkeit und bildet dichte Pflanzenteppiche. Folgen davon sind zum Beispiel das Absterben von darunter wachsenden Wasserpflanzen, eine Reduzierung der Fließgeschwindigkeit der Flüsse, Entzug von Sauerstoff im Wassers, Behinderung der Schifffahrt und der Landwirtschaft, vor allem des Reisanbaus.
Mittlerweile hat man aber auch die positiven Seiten eines kontrollierten Anbaus dieses Wasserunkrauts entdeckt. Die Pflanzen haben die Eigenschaft, das Wasser von Giftstoffen zu reinigen. Außerdem werden die Pflanzen auch als Brennstoff oder Dünger oder zur Zellstoffgewinnung genutzt. Auch dekorative Flechtwaren, wie zum Beispiel Pflanzgefäße, werden aus den getrockneten Stängeln hergestellt.
|